"... den tag über bin ich draußen im moor gewesen, ..."
" ... im sturm, bei sausenden wolken. in diesem land entdeckt man immer wieder neue schönheiten. diesmal kam ich zwischen ein wirrsal von birken, von altehrwürdigen moosbegrünten bauernhäusern mit uralten wacholdern vor der tür. hier und da stehen ein paar knorrige alte kiefern, gewaltig und groß, fast wie aus einer alten kultur stammend. dazu der tiefbraune satte moorboden ..." (paula modersohn becker)
in diesem land verbinden sich auch kunst und natur in perfektion - die rede ist von dem einzigartigen künstlerdorf worpswede und dem sich anschließenden teufelsmoor in norddeutschland.
die malerkolonie des ausgehenden 19. jahrhunderts hat den ort weltberühmt gemacht, allen voran paula modersohn becker, auch rainer maria rilke verweilte hier. bezaubert waren sie allesamt vom der ursprünglichkeit und den farben der landschaft.
worpswede, wie auch fischerhude haben sich bis heute ihren dorfcharakter bewahrt und ziehen mit zahlreichen galerien, museen und ateliers zeitgenössischer künstler kunstinteressierte an.
der barkenhoff - einst das künstlerische zentrum worpswedes beherbergt heute das heinrich vogeler museum
haus im schluh - die hofanlage in verträumter lage ist museum, handweberei, café und pension
der alte worpsweder jugendstilbahnhof hat ausgedient und wird jetzt als restaurant genutzt, nur am wochenende "rast" hier noch der moorexpress
die wiesen der hamme im herbstnebel

im herbst rasten tausende majestätische kraniche in den flußniederungen und im moor
wer mehr über das malerische örtchen und das teufelsmoor erfahren möchte, dem seien diese seiten empfohlen:
www.worpswede.de
www.kulturland-teufelsmoor.de
harzreise
an einem sommerlichen wochenende im nationalpark harz ...
auf dem reiseprogramm standen die beiden weltkulturerbestädte quedlinburg und goslar und die obligatorische brockenwanderung.


wir hatten glück und erwischten einen der wenigen tage, an denen man die ungetrübte aussicht vom brocken geniessen konnte

malerisch schlängelt sich die ilse durch den schönen buchenwald am fuße des brocken

nebenbei noch ein literaturtipp: das kleine büchlein " die wiederentdeckung des gehens beim wandern - harzreise" des dresdner dichters thomas rosenlöcher fiel mir bei meinen reisevorbereitungen mal wieder in die hände. in gewohnt ironischem tonfall thematisiert der autor darin die folgen der wende und des umbruchs. fazit: geistreich!
in der heide
wieder mal was aus brandenburg ;)
im südlichen teil des naturparks schlaubetal befindet sich das naturschutzgebiet reicherskreuzer heide. jetzt im august ist der ehemalige truppenübungsplatz ein meer aus lila heideblüten durchzogen von kleinen birkenwäldchen.


